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Ein Urgestein beschreibt die DNA des KRZN

Interview mit Ernst Mayer, Servicebereichsleiter E-Government.

Was sind Deine Aufgaben beim KRZN? 

Ich sehe mich u.a. als Schnittstelle zwischen meinem Team und dem Kunden - dem Anwender -, der ein Produkt entwickelt oder optimiert haben möchte. Meine Aufgabe ist es, die Erwartungen der Anwender und die Erwartungen meines Teams miteinander abzustimmen und diese überein zu bekommen. Ich priorisiere und setze eigene Arbeitsziele und überlege, wie diese Ziele bestmöglich mit dem Team erreicht werden können. Weitere Abstimmungen sind dann mit anderen hausinternen Bereichen, insbesondere dem Team Entwicklung und den Teams rund um Systemsteuerung und Systemproduktion. Ich selber bin dabei nur noch selten operativ tätig und gebe die Entwicklung immer vertrauensvoll in die Hände meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 

Wie bist Du auf das KRZN gekommen? Warum wolltest Du hier arbeiten?

Tatsächlich durch meine damalige Schwiegermutter. Damals wollte ich eigentlich Mathe und Elektrotechnik studieren, wovon meine Schwiegermutter allerdings nicht so begeistert war. Deswegen gab sie mir zwei Stellenanzeigen: Eine Stelle als Datenverarbeitungskaufmann und eine als Nachwuchsprogrammierer beim KRZN. Obwohl ich damals schon viel selbst programmiert habe und mir durch Nebenjobs Geld für meine Computerhardware verdient habe, hatte ich auf die Stelle als Datenverarbeitungskaufmann eigentlich gar keine große Lust. Der Einstellungstest zum Datenverarbeitungskaufmann war dann nicht wirklich gut ausgefallen, die Bewerbung beim KRZN hatte dann einen ziemlich ähnlichen Test zur Folge: Den kannte ich ja dann schon. Letztlich habe ich den Job bekommen, allerdings vermutlich nicht wegen eines überragenden Testergebnisses, sondern weil ich meine Bewerbung mit einem selbst gelöteten Adapter für ein Drucker Thermoband auf meiner Schreibmaschine erstellt habe und meine Heimcomputer Commodore VC20 und VC64 mehr Hauptspeicher hatten als der damalige Großrechner des KRZN – das fanden sie hier echt cool!

Worauf freust Du Dich, wenn Du morgens zur Arbeit fährst? 

Am meisten freue ich mich darauf, Kollegen - nicht nur aus meinem Bereich - zu treffen, sich auch mal im Grenzbereich zwischen Arbeit und Privatem zu unterhalten. Was interessiert dich und mich? Wie kommen wir weiter? Wie kann man das hier umsetzen? Bei solchen Gesprächen entstehen immer wieder gute Ideen. Ich war schon fast in jeder Abteilung des KRZN eingesetzt und kenne dementsprechend viele Leute hier. Ich finde es einfach gut, immer mal wieder mit jedem ins Gespräch zu kommen. Ich weiß meist, wen ich ansprechen kann um Probleme zu lösen. Auf kollegiale Art und Weise ist es dann auch nicht schlimm, wenn die Ursache des Problems durch eigenes Handeln entstanden ist. 

 
Ernst Mayer
Für mich ist Arbeit nicht nur, was ich mache, sondern auch wo ich es mache. Ich identifiziere mich mit unserem Laden. - Ernst Mayer
Du bist Führungskraft im KRZN. Was sind die alltäglichen Herausforderungen als Führungskraft? 

Man muss als Führungskraft einfach vieles unter einen Hut bekommen und alles parallel im Blick behalten. Außerdem muss man die verschiedenen Vorstellungen der anderen Führungsebenen mit den Vorstellungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vereinbaren. Da ist die richtige Balance zwischen „tief in ein Thema eingraben“ und „alles geschafft bekommen“ zu halten. 

Eine große Aufgabe ist es, das Team bei Laune zu halten. Sie sollen sich mit dem KRZN und ihrer Arbeit identifizieren können und einen Sinn in ihrer Arbeit sehen. Wenn man gemeinsam etwas schafft und sich gemeinsam darüber freuen kann, das fördert ein Team ungemein. Das Team soll zufrieden sein, es soll ihnen gut gehen. 

 
 

 

Wie hast Du die Arbeit während der Pandemiezeit erlebt?

Ehrlich gesagt: Produktiver aber weniger innovativ. Wir setzen immer noch neue Tools ein, machen auch noch viele weitere neue Sachen, aber in agilen Projekten sind wir eher vorstrukturiert, das war vorher anders. Ich weiß aber nicht, ob es vorher besser war. 

Zusammenhalt ist dort natürlich auch ein Thema: Der war wirklich super bei Menschen, die sowieso schon einen Draht zueinander hatten oder sowieso schon viel von zu Hause gearbeitet haben. Die kannten sich – die Situation war kein Problem. 

Sehr schwer hingegen habe ich die Einarbeitung neuer Kolleginnen und Kollegen empfunden – sie ins Team rein zu bekommen. So haben uns beispielsweise abends zum Online Escape-Room verabredet, virtuelle Kaffeepausen organisiert und – wenn es die Pandemielage zuließ – auch ein physisches Servicebereichs-Sommerfest „unter freiem Himmel“ veranstaltet.

Ich habe es außerdem als etwas schwierig empfunden, die Auslastung meines Teams einzuschätzen. Wenn viele hier sind, kann ich rumgehen und schauen, ob ich vielleicht etwas abgeben kann. In Präsenz kriege ich es anders mit, wie es meinen Mitarbeitern geht und ob sie vielleicht unter Dampf stehen. Durch das Digitale erkennt man jetzt allerdings erst einmal richtig, wie viel parallel abläuft in den Abteilungen, das finde ich einen sehr positiven Effekt. Durch Aufgabenboards, die vorher so nicht genutzt wurden, wurde das jetzt deutlich. Die Zusammenarbeit hat dabei super geklappt. 

Das Interview führten Selina Heselhaus und Jan Helbing.

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