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Digitalisierung an Schulen

Interview mit Marius Kilci, Produktverantwortlicher im Bereich Schulen.

Was sind Deine Aufgaben beim KRZN?

Als Produktverantwortlicher im Bereich IT-Services für Schulen bin ich für die Digitalisierung von über 200 Schulen am Niederrhein verantwortlich und führe mit einem weiteren Produktverantwortlichen ein Team von ca. 40 Kolleginnen und Kollegen in meinem Bereich. 

Marius Kilci
Marius Kilci
Was genau heißt es, Schulen zu digitalisieren?

Ich sage immer „Wir digitalisieren die Schulkreide“, das heißt, wir begleiten einen Paradigmenwechsel im Schulunterricht. Ich bin sehr dankbar, diesen Transformationsprozess durchgehen und -leben zu dürfen.  Für viele bedeutet Digitalisierung der Schule, wie früher, immer noch die Ausstattung eines Informatikraums, doch heute gibt es digitale Technik in jedem Raum. Und wenn es zu Problemen kommt, müssen wir wie die Feuerwehr schnell vor Ort sein. Noch vor ca. drei Jahren haben wir ca. 100 i-Pads betreut. Jetzt sind es ca. 22.000 iPads und die Zahl wächst weiter sprunghaft. Dies hat nicht nur die Corona-Pandemie mit dem Homeschooling ausgelöst, sondern das zuvor verabschiedete Förderprogramm "DigitalPakt Schule" des Bundes. 

Wir digitalisieren die Schulkreide - Marius Kilci

Trotz all dem versuche ich nicht alles zu digitalisieren. Das wäre falsch. Ein analoges Blatt in der Schule sollte meiner Meinung nach nicht komplett abgeschafft werden. Das ist wohl meine persönliche Note zum Beitrag der digitalen Transformation.

Was gefällt Dir an deinem Job am besten?

Dass man mit unterschiedlichen Stakeholdern (Schulleiter, Bürgermeister, Landesbeauftragte etc.) zu tun hat. Dabei müssen alle Arten von Problemen „übersetzt“ werden, damit die IT-Sprache für jeden verständlich wird. Mir ist bewusst, dass in der Aufbruchzeit nicht nur Euphorie herrscht, sondern besonders im Lehrerkollegium Ängste aufkommen. Ich leiste also viel Überzeugungs- und Übersetzungsarbeit, um die technischen Möglichkeiten aufzuzeigen. Das macht mir eine Menge Spaß!

Daneben finde ich es spannend, neue Techniken in Systeme einzubauen. Ich sage immer „Wir sind IT-Architekten“. So haben wir beispielsweise damals die iPads an den Schulen eingeführt, inklusive aller Supportsysteme. Man spürt dabei einfach eine besondere Wertschätzung, wenn so ein neues System gut ankommt und gern genutzt wird. 

Was ist so besonders am KRZN?

Das klingt vielleicht kitschig, aber es ist die Menschlichkeit. Wir halten hier alle wie in einer Familie zusammen. Bei Fragen kann man sich bei jedem melden und bekommt eine hilfreiche Antwort. Daneben schätze ich das Thema Fortbildung sehr. Damit meine ich nicht nur normale Schulungen. Man wird beim KRZN auch beim Studium neben dem Beruf unterstützt. Ich selber habe hier meinen Master neben dem Job gemacht und dabei finanzielle Unterstützung erhalten. Dafür bin ich dem KRZN sehr dankbar!

Du bist viel unterwegs als IT-ler, der Schulen betreut. Wie bleibt dennoch das Zugehörigkeitsgefühl zu Deinem Team bestehen?

Das ist natürlich noch etwas schwieriger als in anderen Abteilungen, da meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter viel unterwegs sind. Dennoch versuche ich meine Leute vor Ort oft zu besuchen. Der persönliche Kontakt stärkt den Teamzusammenhalt einfach enorm. 

Zusätzlich nutze ich alle Arten von digitalen Möglichkeiten: Einerseits versuche ich unser Ticketsystem im Blick zu behalten, Engpässe zu erkennen und Unterstützung anzubieten. Andererseits haben wir natürlich Mail, Telefon und Videokonferenzen. Von letzteren versuchen wir mindestens ein großes Meeting mit allen pro Woche einzurichten, damit der soziale Kontakt aufrecht erhalten bleibt.

Wie siehst Du Deine Rolle als Führungskraft?

Als Führungskraft habe ich viel Verantwortung und muss kritisch über den Tellerrand schauen sowie Strategie und Ziele im Blick halten und daraus Leitplanken für meine Mitarbeitenden ableiten. Gleichzeitig muss ich darauf achten, dass wir eine gewisse Dynamik beibehalten um innovativ zu bleiben.

Dazu kommt natürlich noch eine große Portion Empathie und ein Werkzeugkasten voller Führungsmethoden. Man führt Menschen und jeder Mensch ist unterschiedlich. Mir ist dabei wichtig, meine Mitarbeitenden wertschätzend zu führen - Wertschöpfung durch Wertschätzung.

Das Interview führten Selina Heselhaus und Jan Helbing.

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