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Kommunales Geografisches Informationssystem (GIS)

 

Das GIS mit den Komponenten GeoDataWarehouse, Intranet-Auskunft und den Erfassungs- und Analysewerkzeugen GeoMedia und GeoMedia Professional steht seit Anfang 2006 flächendeckend für das Verbandsgebiet mit den sogenannten GeoBasisdaten zur Verfügung.

Insbesondere die Auskunftskomponente auf Basis der Web-Technik hat sich schnell verbreitet und wird rege genutzt. Durch die Einbindung einer sogenannten Workflowengine soll die Funktionalität dieser Komponente in Richtung Erfassung von Fachdaten und einfachen Geometrien erweitert werden.

Damit ist aber nur der erste Schritt getan. In den nächsten Jahren wird es darum gehen, das GeoDataWarehouse mit weiteren Datenbeständen zu bestücken und die Informationen einer breiteren Nutzung zuzuführen.

Hierzu wurde ein Auskunftssystem für die Bürger und Bürgerinnen realisiert, in dem sogenannte Points of Interest (POI) auf Basis verschiedener Hintergrundkarten (z.B. Topografische Karten, Luftbilder oder Google Maps) angeboten werden. Der Zugriff erfolgt über www.geoportal-niederrhein.de oder über Links im Web-Auftritt der Kommunen.

Das Internet-Angebot für die Bürger und Bürgerinnen wird nach und nach um spezielle Themen erweitert. Ein erstes Beispiel hierfür ist der Integrationsatlas der Stadt Viersen, der über die „thematische Auswahl" im GeoPortal-Niederrhein oder über die Homepage der Stadt Viersen zu erreichen ist

Eine weitere Anforderung ist die Bereitstellung von Informationen aus dem GeoDataWarehouse über OGC-Dienste (WMS und WFS). Diese Funktionalität kann einerseits genutzt werden, um Daten in die GeoDatenInitiative (GDI) NRW einzubinden, andererseits ermöglicht sie auch die Einbindung externer Dienste in das eigene GIS.

Gleichzeitig sind diese Dienste Voraussetzung zur Bereitstellung von Daten im Rahmen von INSPIRE (Infrastucture for Spatial Information in Europe). Ziel von INSPIRE ist es, allgemeine Bestimmungen für die Schaffung der Geodateninfrastruktur in der Europäischen Gemeinschaft für die Zwecke der gemeinschaftlichen Umweltpolitik sowie anderer politischer Maßnahmen oder sonstiger Tätigkeiten, die Auswirkungen auf die Umwelt haben können, zu erlassen.

In Deutschland ist die Umsetzung der EU-Richtlinie in nationales Recht erfolgt. In einem ersten Schritt sind in 2010 die Metadaten für die Themen der Anhänge I und II zu erfassen und auswertbar anzubieten.

Das KRZN wird die hierfür erforderliche Infrastruktur aufbauen.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Umstellung vom Koordinatensystem Gauß-Krüger auf das europaweit einheitliche Koordinatensystem ETRS89.