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Servicebereich Entwicklung

 

Der Servicebereich Entwicklung löst im KRZN strategische Aufgaben der Neu- und Weiterentwicklung auf Basis moderner objektorientierter Entwicklungsumgebungen mit dem Ziel einer hochgradig integrierten Vernetzung von Anwendungen für die Verwaltungen des Verbandsgebiets. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Entwicklung, Bereitstellung und Unterstützung von leistungsfähigen Standardanwendungen im eGovernment-Umfeld.


Zahlreiche Initiativen auf EU-, Bundes- und Länderebene forcieren seit einigen Jahren eGovernment-Aktivitäten in Verwaltungen. Unter eGovernment versteht das KRZN die enge informationstechnologische Verzahnung verwaltungsinterner Sachbearbeitung mit den von außen eingehenden Anliegen von Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und Behörden. Modernste Internet- und Kommunikationstechnologien ermöglichen es dabei, dass Informationen und Anträge auf direktem elektronischen Weg an die Verwaltung übermittelt werden können. Die so eingelieferten Daten werden medienbruchfrei und oft automatisiert weiterbearbeitet. Standardprozesse der Verwaltung können dadurch wesentlich wirtschaftlicher als bisher bearbeitet werden.


Die eGovernment-Suite des KRZN besteht primär aus einem Web-Content-Management-System mit Portalfunktionalität, aus einem Dokumenten-Management-System zur elektronischen Aktenführung und einer leistungsfähigen Workflow-Engine zur Prozessunterstützung. Zahlreiche Module wie Tracking, Dienstleistungsverzeichnisse, Behördenwegweiser oder Standard-Antragsverfahren stehen individuell konfigurierbar zur Verfügung. Die Systeme sind untereinander eng vernetzt und so in hohem Maße interoperabel. Sie bieten vorgefertigte Schnittstellen zu weiteren Diensten wie Formularserver, Datenprozessoren (pro.GOV, Governikus), ePayment-Diensten, XÖV/XML-Datenaustauschschnittstellen zu Fachverfahren und zu einem revisionssicheren Langzeit-Archivsystem. Das umfangreiche System der virtuellen Poststelle, die sowohl email- als auch formularbasierende Kommunikationsaufgaben abdeckt, ist bei der Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie besonders hilfreich, da viele andernorts bislang oft unterschätzte Funktionen standardmäßig schon abgedeckt werden. Dabei leistet das KRZN umfassende Einführungsunterstützung mit einem praxisorientierten organisatorischen Konzept.


Eine weitere Kernanwendung des SB Entwicklung ist die in vielen Kommunen in NRW eingesetzte integrierte Veranlagungslösung KIVI. Entwickelt in einer JAVA-Entwicklungsumgebung bietet sie die fachliche Klammer für alle kommunalen Steuer- und Abgabenangelegenheiten. Die hier genutzte Anwendungsplattform mit zahlreichen Standardfunktionen sichert auch für die Zukunft die wirtschaftliche Fortentwicklung dieser und weiterer Anwendungen.


Die im SB Entwicklung betreuten Produkte ermöglichen bereits heute die Umsetzung aktueller gesetzlicher und politischer Initiativen (z.B. Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie, Servicerufnummer D115) und garantieren auch für die Zukunft eine investitionssichere Basis zum Ausbau der eGovernment-Aktivitäten.